FUSIONSVERTRAG UNTERZEICHNET

Stadtwerke ETO und Energieversorgung Oelde schließen sich zusammen

Am 10. Juli 2018 unterzeichneten die Anteilseigner der Energieversorgung Oelde GmbH und der Stadtwerke ETO GmbH & Co. KG den Vertrag zur Fusion der Versorger unter dem gemeinsamen Namen „Stadtwerke Ostmünsterland“.

Seit dem Herbst 2016 haben sich die beiden Unternehmen und die verschiedenen Gremien intensiv mit dem Thema Fusion beschäftigt. Nun konnte die Tinte aufs Papier und der Konsortialvertrag zur Unterschrift gebracht werden. Der Vertrag fixiert die Fusion der Energieversorgung Oelde und der Stadtwerke ETO. Hinter der Energieversorgung Oelde stehen der kommunale Gesellschafter Stadt Oelde und die innogy SE, Essen. Hinter der Stadtwerke ETO GmbH & Co. KG stehen die kommunalen Gesellschafter Stadt Ennigerloh, Stadt Telgte, Gemeinde Ostbevern, Stadt Drensteinfurt, Stadt Sendenhorst, die Thüga Aktiengesellschaft, München, sowie innogy SE. Das fusionierte Unternehmen wird Stadtwerke Ostmünsterland GmbH & Co. KG heißen.

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„Wir freuen uns sehr, dass unsere Region energiepolitisch weiter zusammenwächst und wir den Zusammenschluss nun erfolgreich über die Ziellinie gebracht haben“, erläutert Karl-Friedrich Knop, Bürgermeister der Stadt Oelde und designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Ostmünsterland GmbH & Co. KG. „Die beiden Versorger können mit der Fusion gestärkt im hart umkämpften Energiemarkt auftreten, sich wirtschaftlich am Energiemarkt positionieren und nachhaltig in die Zukunft gehen.“, erklärte Karl-Heinz Greiwe, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ETO, weiter. Da beide Versorger historisch gewachsen sind, haben sie starke Wurzeln im Ostmünsterland. „Mit dem Zusammenschluss wollen wir die Wertschöpfung der Unternehmen nachhaltig in der Region halten“, betonen die Bürgermeister der beteiligten kommunalen Anteilseigner. Zudem gewinnen Kooperationen und Beteiligungen im stets komplexer werdenden Energiemarkt immer weiter an Bedeutung. Durch die Gleichartigkeit der Geschäftsmodelle sowie die im Wesentlichen identischen Aufgaben lassen sich mit der Fusion deutliche Pluspunkte ableiten. „Die Energiewende und die steigende Komplexität des Energiegeschäftes stellen die Versorgungsunternehmen zunehmend vor große Herausforderungen. Mit der Fusion zu den Stadtwerken Ostmünsterland gelingt es uns, wichtige Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen“, führt Winfried Münsterkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke ETO aus. Die bereits im Juli 2016 geschlossene Kooperation im Bereich der Erdgasbereitschaft hat gezeigt, dass durch die Zusammenführung beider Unternehmen noch mehr Potenzial zur Optimierung der Geschäftsprozesse besteht. An dieser Stelle sind beispielsweise eine mögliche Stärkung der Ertragskraft sowie die Weiterentwicklung im komplexer werdenden Rechtsrahmen zu nennen. Hinzu kommt eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in einem stetig stärker umworbenen Marktumfeld für den Vertrieb.

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„Synergien lassen sich mit der Fusion auch in Bezug auf die Netzsicherheit, die Zunahme der Digitalisierung in der Mess- und Steuertechnik mit umfangreichen Zertifizierungen und weiteren regulatorischen Maßnahmen mit dem Ziel einer Kostenreduktion im Netzbetrieb und einer Ausweitung des Wettbewerbs erwarten“, so Rolf Berlemann, Geschäftsführer der Energieversorgung Oelde. Der rechtsgültige Termin der Fusion wird mit der Eintragung ins Handelsregister noch im Sommer erwartet. An den Stadtwerken Ostmünsterland sind die Stadt Oelde mit 22,25 %, die Stadt Ennigerloh mit 17,07 %, die Stadt Telgte mit 14,20 %, die Gemeinde Ostbevern mit 3,60 %, die Städte Drensteinfurt und Sendenhorst mit je 0,35 % beteiligt. Thüga und innogy halten 32,64 % bzw. 9,54 % am neuen Regionalversorger. Neben dem Hauptsitz in Telgte, werden die Hauptstandorte der Stadtwerke Ostmünsterland in Ennigerloh und Oelde zu finden sein. Zudem werden selbstverständlich der persönliche Kundenservice und die Beratung vor Ort in den Kundencentern in jeder der Gesellschafterkommunen fortgeführt.

Zustimmung findet der Zusammenschluss auch bei den etwa 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Stadtwerke Ostmünsterland. Für sie bedeutet die Fusion auch Sicherheit in Bezug auf ihre Zukunft. Durch das gestärkte neue Unternehmen können die Arbeitsplätze in der Region gehalten und garantiert werden. „Zudem wird es keine Entlassungen der Beschäftigten aufgrund der Fusion geben. Dies stand in den Verhandlungen bei allen Gesellschaftern zu keiner Zeit in Frage“, betonen die beiden derzeitigen Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinz Greiwe (Stadtwerke ETO) und Karl-Friedrich Knop (Energieversorgung Oelde). Auch deshalb stehen die Betriebsräte aus beiden Häusern hinter dem Beschluss. Geführt wird die neue Stadtwerke Ostmünsterland GmbH & Co. KG von Rolf Berlemann, Geschäftsführer der Energieversorgung Oelde und Winfried Münsterkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke ETO. Das Führungs-Duo ist sich einig, dass mit der Bündelung von Ressourcen und Knowhow die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden. Neue Geschäftsfelder und Dienstleistungen werden den Energiemarkt in der Region fortwährend prägen und weiterentwickeln. Einigkeit besteht auch darin, dass sich die Stadtwerke Ostmünsterland weiter als wichtigen Teil der Region begreifen und nicht irgendwo zuhause sind, sondern hier vor Ort. Heute wie auch in Zukunft bleiben die Stadtwerke Ostmünsterland ein wichtiger Ansprechpartner, Versorger, Förderer, Arbeitgeber und Ausbilder. Das neue gemeinsame Unternehmen setzt das bekannte gesellschaftliche Engagement als Zeichen der Identifikation mit der Region fort.

 

Von links nach rechts:

Wolfgang Annen, Bürgermeister der Gemeinde Ostbevern; Dr. Till Veltmann, Notar Kanzlei Streitbörger und Speckmann, Hamm; Dr. Henning Domke, Thüga Aktiengesellschaft; Winfried Münsterkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke ETO GmbH & Co. KG; Berthold Streffing, Bürgermeister der Stadt Sendenhorst; Karl-Friedrich Knop, Bürgermeister der Stadt Oelde und AR-Vorsitzender der Energieversorgung Oelde; Karl-Heinz Greiwe, AR-Vorsitzender der Stadtwerke ETO GmbH & Co. KG; Rolf Berlemann, Geschäftsführer der Energieversorgung Oelde GmbH; Carsten Grawunder, Bürgermeister der Stadt Drensteinfurt; Christoph Marx, innogy SE; Michael Jathe, Geschäftsführer der WBO Wirtschafts- und Bäderbetrieb Oelde GmbH; Hubertus Stegemann, Prokurist der Bäder- und Beteiligungsgesellschaft Ostbevern mbH; Wolfgang Pieper, Bürgermeister der Stadt Telgte; Marc-Andre Spliethoff, Geschäftsführer der Städtische Wirtschaftsbetriebe Telgte GmbH; Berthold Lülf, Bürgermeister der Stadt Ennigerloh

 

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